«katalysatOHR» SONOHR 2024 im Kino Rex in Bern

Stiftung Radio Basel

Ein Traumjob... oder das «katalysatOHR»-Jahr 2024

Das Jahr beginnt für die Stiftung Radio Basel gleich mit einem Höhepunkt: Denn am SONOHR-Festival in Bern feiert Ende Februar jeweils das aktuelle «katalysatOHR»-Gewinnerstück Premiere. Wenn diese wie im 2024 ausverkauft ist, sind wir im siebten Himmel.

Britta Güntert, «katalysatOHR»-Gewinnerin durfte als Erste ein katalysatOHR-Kissen entgegennehmen. Dieses hat die Designerin Zora Weidkuhn im Auftrag der Stiftung entworfen. Die ausgezeichneten Autor:innen erhalten den symbolischen Preis zusätzlich zu den 6'000 Franken und der von der Sitftung Radio Basel finanzierten Produktionswoche im Basler SRF-Studio.

Britta Güntert wurde für ihr Stück «Glück» zum Thema häusliche Gewalt ausgezeichnet. Als wir das Feature im Mai im Rahmen unserer Veranstaltung «katalysatOHR live» im Basler BARAKUBA präsentiert haben, war die Autorin vor Ort und stand Moderatorin Martina Rutschmann und dem Publikum Rede und Antwort. Diese intimen Abende mit interessierten und engagierten Hörenden sind uns ans Herz gewachsen und zeigen, dass es ist diese besonderen Hörerlebnisse nach wie vor braucht - oder erst recht.

Britta Güntert zu Gast am «katalysatOHR live» im Basler Barakuba

Aberkennung eines Preises

Es gab aber auch einen Tiefpunkt. Zum ersten Mal in der sechsjährigen Geschichte unseres Förderpreises. Da wir erst nach der Fertigstellung des 2023 prämierten Stückes erfuhren, dass die Finanzierung nicht den Vorgaben unserer Ausschreibung entsprach, mussten wir der Gewinnerin den Preis aberkennen. Ein schwieriger, aber für unsere Glaubwürdigkeit wichtiger Schritt. Details dazu in unserer Medienmitteilung.

(M)Ein Traumjob!

Abgesehen von dieser für uns lehrreichen Erfahrung dürfen wir die Jahre seit der ersten Preisvergabe dennoch als kleine Erfolgsgeschichte bezeichnen. Als Jury-Präsident darf ich schon früh alle eingereichten Konzepte einsehen und mich auf die Sitzung mit vier Profis freuen. Jedes Jahr laden wir andere Expertinnen und Experten aus der Medien-Szene ein. Und jedes Jahr ist die Jury-Sitzung im Hotel Nomad in Basel eine inspirierende und angeregte Angelegenheit.

Die Jurymitglieder werden gebeten, uns ihre favorisierten Projekte bereits vorgängig zumelden - für mich die ideale Voraussetzung, die Sitzung strukturiert anzugehen. Und nicht selten verändert sich im Laufe des Tages die Einschätzung zum einen oder anderen Projekt aufgrund der unterschiedlichen Blickwinkel und Argumente. Am Schönsten ist es, wenn sich die Jury einig wird. Äusserst selten musste es ein Mehrheitsentscheid richten.

Das Jury-Präsidium ist ein wahrer Traumjob: relevante Themen behandeln, hochspannende Diskussionen führen und am Ende jemanden glücklich machen, weil man ein Projekt (mit)ermöglicht. Im 2024 überzeugten Sarah Heinzmann und Noah Pilloud mit «Klänge des Anthropozän», ein Hörstück über klimabedingte Klangveränderungen in der Schweiz.

Ich hoffe, dieser Job bleibt mir noch lange erhalten... auf ein Nächstes!

Michi Motter, Stiftungsrat und Präsident der katalysatOHR-Jury

Jury katalysatOHR 2024

Susanne Janson Dramaturgin/Regisseurin Fiktion Audio SRF
Christian Müller Programmleiter SONOHR-Festival
David Sieber Produzent & Moderator Telebasel
Ilayda Zeyrek Redaktionsleiterin Radio 3FACH
Michael Motter Stiftungsrat Stiftung Radio Basel, Juryvorsitz

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Bild: Cine Rex © Annette Boutellier | Barakuba © Hanna Girard